Geschichte des FC Eintracht Oberissigheim e.V.

 

Die ersten Schritte der Eintracht

 

Man schrieb den 10.Mai 1974, als sich im kleinen Saal des Bürgerhauses circa 90 Personen zur Gründung eines Fußballvereins einfanden. Der eigentliche Anlass der Initiatoren dieses Treffens ergab sich durch einen Streit unter einigen aktiven Spielern beim Nachbarn SKG Rüdigheim.

Über die Notwendigkeit der Gründung eines Fußballvereins gab es unter den Beteiligten der Versammlung keinen Zweifel. Diskussionen gab es mehr über die Vereinsfarben, das heute allseits bekannte Gelb/Schwarz bekam die knappe Mehrheit der Stimmen vor der offiziellen Ausweichfarbe Orange/Grün, die in den Oberissigheimer Wappenfarben begründet liegt. Auch beim Vereinsnamen war man sich anfangs uneinig, aber die unmittelbare Nähe zum großen Nachbarn Eintracht Frankfurt gab hier den Ausschlag. Es waren auch Namen wie OFC, Kickers Oberissigheim oder 1.FC im Gespräch.

Schließlich traten am gleichen Abend auf einer Sammelliste noch 24 Mitglieder dem Verein bei.  Diese Personen werden als Gründungsmitglieder in der Kartei der Eintracht geführt.

 

Gründungsmitglieder:  Heinz Arnold, Klaus-Peter Elbrecht, Olaf Elbrecht, Bernd Ferber, Theo Fucker, Waldemar Günther, Rudi Hamburger, Klaus Hänel, Baldur Klötzl, Henry Kraft, Karl Kreuzer, Wolfgang Liebscher, Karl Machtanz, Volker Machtanz, Otto Mohn, Wolfgang Reich, Klaus Rückert, Klaus Rumpel, Franz Schrötz, Ernst von Schwertner, Jürgen Stephan, Günther Uhrig, Gerhard Urland, Ewald Wöll  

Der Gründungsvorstand:  Klaus Hänel (1.Vorsitzender), Karl Machtanz (Jugendleiter), Willi Ruprecht (Kassierer) und Gerhard
Urland (Spielausschussvorsitzender). Der erste Trainer der Vereinsgeschichte war Heinz Arnold.

Schon zwei Wochen nach der Vereinsgründung starteten die ersten Trainingseinheiten auf einer Wiese im heutigen Wohngebiet „Breul“. Man zimmerte aus Holzlatten Tore und trainierte dienstags und donnerstags aufgeteilt in drei Altersklassen.

 

Das erste Pflichtspiel der Eintracht

Das erste Punktspiel trug die Eintracht am 25. August 1974 gegen den Namensvetter aus Oberrodenbach in Niederissigheim aus. Der Sportplatz an der Obermarkersdorfer Straße ist auch bis heute die Heimspielstätte geblieben. Die Tabellenplätze der ersten Jahre schwankten zwischen Platz 15 und 8. Während die sportlichen Leistungen eher mäßig waren, blühte das Vereinsleben schon früh auf. Legendär sind die Vereinsfahrten nach Eberleiten im Zillertal, Loffenau im Schwarzwald oder Fulpmes im Stubaital.

 

Alte Herren und die Jugendarbeit bei der Eintracht

 

Ein Jahr nach der Gründung des Vereins nahm eine Alte Herren Mannschaft Ihren Spielbetrieb auf, und die bis dahin selbstständige Jugendabteilung gründete mit dem TSV Niederissigheim zusammen die SG Issigheim.

Die Jugendleiter bis heute in chronologischer Reihenfolge: Karl Machtanz, Karl Stephan, Franz Schrötz, Lothar Witting, Silke Becker-Tempel (Aktuell)

 

Frauenfußball bei der Eintracht

 Von 1976 bis 1989 hatte die Eintracht eine eigene Frauenfußball-Abteilung, die von Ewald Bayer ins Leben gerufen wurde. Diese konnte zahlreiche Erfolge feiern. Zwischen den Jahren 1980 und 1988 gewannen die Frauen dreimal den Kreispokal.

 

Die erste Meisterschaft und der Sprung in die Landesliga

Zehn Jahre nach der Gründung wurde auch der Seniorenbereich erfolgreicher. Es wurde konstruktive Vorstandsarbeit geleistet, und sportlich wurde für mehr Aufmerksamkeit im Fußballkreis Hanau gesorgt. So konnte unter dem 1.Vorsitzenden Heinz Müncher, dem Spielausschussvorsitzenden Horst Altstadt und Trainer Günter Klein Alstädde 1988 die erste Meisterschaft eingefahren werden. 

 

Nach sechs Jahren in der A-Liga (zwischenzeitlich Bezirksliga) gelang 1995 unter der Führung von Altstadt der Sprung in die Bezirksoberliga Frankfurt Ost. Trainer war Dennis Rieth, als Spielausschussvorsitzender fungierte Volker Machtanz, der das Amt bis zu seinem Tod im Jahr 2018 inne hatte und den Verein maßgeblich geprägt hat.

 

Die sportlich erfolgreichste Zeit erlebte die Eintracht ab dem Sommer 1998 mit dem Aufstieg in die Landesliga Hessen Süd (heute Verbandsliga), dr man vier Jahre angehörte. Die Männer standen den Frauen in nichts nach und gewannen den Pokal seit 1998 sensationelle fünfmal. Dreimal schaffte man es dann bis in die Bezirkspokalendrunde und einmal sogar bis ins Hessenpokal Viertelfinale. Der letzte Pokalerfolg gelang der Eintracht 2003 im Finale gegen die SG Bruchköbel.

 

Abstieg des A-Teams

Allerdings gibt es im Sport immer ein auf und ab und nach dem letzten Pokalerfolg ging es für die Eintracht nach unten.  Im gleichen Jahr 2003 stieg das A-Team in die Bezirksoberliga Frankfurt Ost ab. 2005 stieg die Mannschaft erneut aus der heutigen Gruppenliga Frankfurt Ost ab und spielte drei Jahre in der Bezirksliga Hanau. In der heutigen Kreisoberliga fand sich die Eintracht nur im Mittelmaß wieder. 2008 folgte der dritte Abstieg binnen sechs Jahren in die Kreisliga A Hanau. 

 

Aufstieg und Neubeginn bei der Eintracht

Nach dem Abstieg wurde ,beschlossen eine Grunderneuerung der Mannschaft zu vollziehen. Mit jungen Spielern und einem Hauch von Erfahrung sollte nun der Grundstein für einen Neubeginn bei der Eintracht gelegt werden. Nach nur einem Jahr in der Kreisliga A Hanau unter dem Trainerteam Kai Krüger und Robert Kahlina  konnte die Meisterschaft 2008/2009 und  somit der Wiederaufstieg in die heutige Kreisoberliga Hanau gefeiert werden. 

 

Seitdem spielt die erste Mannschaft in der Kreisoberliga. Unter dem Trainerduo Kahlina/Krüger entwickelte man sich zu einer Spitzenmannschaft. In der Saison 2014/15 landete die Eintracht auf Rang zwei und spielte in der Relegation um den Aufstieg in die Gruppenliga, der nur knapp verpasst wurde. 

 

Es folgten wiederum schwächere Platzierungen, nach dem Rücktritt von Trainer Robert Kahlina fand sich die Eintracht oft im unteren Tabellenmittelfeld wieder. In den Spielzeiten 2018/19 und 19/20 wurde ein großer Umbruch vollzogen, das Sagen auf der Trainerbank hat Christopher Schneider.

 

 

Am Brunnen, Umbau des Vereinsheims und Feierlichkeiten


Weitere Highlights neben den sportlichen Erfolgen waren sicherlich der Bau und die Erweiterung des clubeigenen Vereinsheims in den Jahren 83 und 98, die Gründung der Abteilung „Am Brunnen“ (Hobbyfußball) unter Leitung von Marco Pirskalla im Jahre 1995, sowie die Feierlichkeiten im 25. Jubiläumsjahr 1999. Namen der Vorstandsriege im Geburtstagsjahr: Manfred Gerstel, Volker Machtanz, Lothar Witting, Karin Schrötz, Jürgen Stephan, Silke Becker-Tempel, Klaus Stephan, Günter Klein-Allstädde, Karin Trauppell-Daus und Vorsitzender Horst Altstadt. 

 

Gymnastik bei der Eintracht


Dennoch wird bei der Eintracht nicht nur Fußball gespielt: Bereits im Jahre 1976 formierte sich eine Gymnastikabteilung, die bis 2005 von Albert Gorselitz ehrenamt

 

 

Meistermannschaft 2008/09

Meistermannschaft von 2008/2009

 

Das B-Team

 

Unser B-Team schaffte im Jahr 2004 den Aufstieg in die Kreisliga A Hanau. Dieser Klasse konnten Sie zwei Jahre lang halten, ehe man den Abstieg im Jahr 2006 hinnehmen musste. 2010 hatte man sich spielerisch verbessert und konnte sensationell den Aufstieg unter Trainer Walter Bröckers in die Kreisliga A Hanau feiern.

Der Abstieg folgte jedoch prompt. Seitdem spielt das B-Team in der Kreisliga B eine solide Rolle.

 

In der Sommervorbereitung 2017/18 feierte das B-Team unter Trainer Kai Herzberger den Gewinn des prestigeträchtigen Buchberg-Cups.